Abschied

Liebe Gemeinde,
meine Zeit in der Auferstehungskirchengemeinde geht zu Ende.
Als 
ich im März 2007 auf die Stelle in Altdorf kam, wurde ich erst einmal ordiniert, um dann Pfarrerin in den ersten Amtsjahren zu sein und Erfahrungen zu sammeln. Die gab es reichlich und in den verschiedensten Bereichen. In der Kirche, in der Schule, auf dem Friedhof, in Gremien und Kreisen, in Privatwohnungen, in Gemeindehäusern und auf der Straße, natürlich auch am Schreibtisch, sogar im Radio und neuerdings ein bisschen online.
Im Sommer 2011 
habe ich die Stelle der geschäftsführenden Pfarrerin von meinem geschätzten Kollegen Achim Höring übernommen (der übrigens kehrt in diesen Tagen aus Costa Rica zurück und übernimmt die Pfarrstelle in Nittenau). In den 13 Jahren ist viel passiert. Meine Söhne wurden erwachsen und meine Tochter geboren.
Die Auferstehungskirchengemeinde war unser zu Hause. Die Gebäude, die Räume, aber natürlich vor allem die Menschen. Da sind die, die haupt- oder nebenamtlich hier ihren Dienst tun. Von der Pfarramtssekretärin und dem Verwaltungsmitarbeiter über die Hausmeister- und Mesnersleute – die gewesenen und die aktuellen, die Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker, die Reinigungskräfte. Da sind die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und MitarbeiterMit drei Kirchenvorständen hatte ich zu tun und ich habe den Eindruck, es war immer ein unkompliziertes, sehr freundschaftliches und kons
truktives Miteinander. Das ehrenamtliche Engagement auf allen Ebenen weiß ich sehr zu schätzen. Es trägt eine Gemeinde und gibt ihr ihr Gesicht. Mir ist aufgefallen, dass sich auch viele derjenigen Gemeindeglieder, die nicht sonntäglich in den Got- tesdienst kommen oder in einer der Gemeindegruppen aktiv sind, mit der Auferstehungskirche sehr verbunden fühlen.
Zusammen haben wir schöne 
Anlässe gefeiert wie Taufen, Trauungen und Konfirmation. Gemeinsam sind wir durch schwere Zeiten gegangen, wie Trennungen, Trauer, Krankheit oder auch Asylverfahren. Jubiläen gab es zu begehen, neue Räume einzuweihen. Ich bin sehr dankbar, das alles erlebt haben zu dürfen.
Im pfarramtlichen Dienst ist vorgesehen, nach 10 bis 15 Jahren den Einsatzort zu wechseln. Und nun war die Stelle der Flughafenseelsorge am Flughafen München ausgeschrieben, die mich schon lange interessiert hat. Ich habe mich beworben und jetzt wurde mir die Stelle übertragen. Am 1. April werde ich den Dienst dort antreten und kann ein ganz neues Arbeitsfeld kennen lernen.
Die Verabschiedung in der Aufer
stehungskirche findet am 28.03. um 10 Uhr statt. Und weil ich gerne versöhnt und im Frieden gehe und weiß, dass ich aus Gnade lebe, lade ich dazu ein, am Vorabend um 17 Uhr gemeinsam Beichte und Abendmahl zu feiern.

Mir bleibt, mich herzlich bei Ihnen zu bedanken für alles, was ich an diesem Ort hier erfahren und erleben durfte.

Gott befohlen und auf Wiedersehen! Ihre
Christine Stöhr